Leseprobe

120 Jahre Federico García Lorca - Dichter und Musiker

Am 5. Juni 2018 hätte der spanische Lyriker und Dramatiker Federico García Lorca seinen 120. Geburtstag. Es ist bekannt, dass der Dichter nur 38 Jahre alt wurde und 1936 zu Beginn des spanischen Bürgerkriegs von Faschisten ermordet wurde. Damit verlor Spanien einen seiner größten Poeten.

Angesichts dieser Tatsache veranstaltete der Kulturverein Kali Kypros e.V. (Vorgänger der gitarre-foundation hamburg [gfh]) in Kooperation mit dem Consulado de España Hamburgo am 20. Juni 1998 als "Hommage zum 100. Geburtstag" Lorcas ein Gedenkkonzert im Spiegelsaal des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg. Damit sollte nicht nur die Erinnerung an den großen spanischen Dichter wach gehalten, sondern auf sein nachhaltiges Werk und auf die bis heute daraus resultierenden Inspirationen aufmerksam gemacht werden, die auf die Arbeiten anderer Kunstschaffender eingewirkt haben.

Lorca hatte Talente in zahlreichen künstlerischen Disziplinen, die er neben seiner Dichtkunst ausübte. Bekannt sind zahlreiche Zeichnungen, die feine "Miró'sche" Strichzeichnungen zeigen. Aber er widmete sich ebenfalls mit Intensität der Musik. Er erlernte das Klavierspielen so komplex, dass er ebenso in der Lage war, Musik aufzuschreiben bzw. Bearbeitungen und Arrangements vorzunehmen. Später nahm er bei gitanos Gitarrenunterricht und lernte Flamenco spielen.1)

Es war längst kein Surrogat aus Lorcas dichterischer Arbeit, dass er auch Theaterstücke schrieb. Sein Interesse für das Theater mündete darin, dass er zusammen mit Eduardo Ugarte die Wanderbühne "La Barraca" ins Leben rief, sozusagen ein Theater auf Rädern. Die Truppe bestand aus Studenten und Künstlern, die quer durch Spanien reisten und in Orten aufführten. "Das Theater unter das Volk und auf die Dörfer zu bringen" war kein geringer Anspruch, um mit künstlerischen Mitteln die Lebensproblematiken des "einfachen Mannes" zu verknüpfen. Wenn seine Dichtung und seine sonstigen künstlerischen Ausdrucksweisen die Vibrationen hatten, jeden anzusprechen, so bewirkte das Theater den direkten Dialog mit dem Volk, mit der Landbevölkerung. Aber nicht nur das: "Die Barraca ist eine wahre Schule. Ich habe da viel gelernt. Jetzt erst fühle ich mich wie ein richtiger Regisseur." sagte Lorca in einem Interview aus dem Jahr 1934. Lorca gilt durchaus als "Volksdichter", auch wenn seine Poesie für Nichtspanier nicht immer leicht zugänglich ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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